ALBERT SCHWEITZER – Der Film (1957–2013)

Einzig authentischer Film über den großen Humanisten

Der Film ALBERT SCHWEITZER erzählt die Lebensgeschichte des berühmten Menschenfreundes und Friedensnobelpreisträgers. Die aufschlussreiche Filmbiografie aus dem Jahr 1957 zeigt Albert Schweitzer, den Urwalddoktor, Philosophen und Organisten als Mensch – mit ihm selbst in der Hauptrolle.

Der Film folgt Schweitzers ungewöhnlichem Lebensweg: ausgehend von jenen frühen Erlebnissen seiner Kindheit, die im Alter von 30 Jahren zum Entschluss führten, sich ganz in den Dienst der Mitmenschlichkeit zu stellen. Die Filmbiografie macht auf erzählerische Weise verständlich, warum Schweitzer seine vielversprechende Karriere als Universitätsprofessor, Theologe, Philosoph und Meister an der Orgel aufgab. Und sie schildert, auf welchem Weg er seinem Herzenswunsch folgte: als Arzt im Dschungel Afrikas die Not und Schmerzen der Menschen zu lindern – in einem eigens erbauten Urwaldhospital.

Fasziniert reist Erika Anderson – eine der ersten weiblichen amerikanischen Filmemacherinnen – zu ihm ins Innere Afrikas. Nach langem Zögern erlaubt ihr Albert Schweitzer schließlich, in Lambarene zu filmen. Denn der Film sollte mithelfen, sein Urwaldhospital auch nach seinem Tod zu erhalten. Anderson begleitet ihn den Fluss Ogowe hinauf nach Lambarene. Sie taucht mit der Kamera in den ereignisreichen Alltags des Spitals ein. Trotz der widrigen Umstände – in Lambarene stand z.B. nicht überall elektrischer Strom zur Verfügung – entsteht ein authentisches filmisches Zeugnis.

Der Filmtitel könnte auch lauten „Albert Schweitzer erzählt sein Leben“, denn der Friedensnobelpreisträger spricht im Film selbst den von ihm verfassten Text. In einfachen, eindringlichen Worten beschreibt er seine Philosophie der „Ehrfurcht vor dem Leben“. Wir hören ihn eigenhändig auf einer nach seinen Vorgaben gebauten Orgel Bach spielen. Wir begleiten ihn beim Besuch ans Bett der Kranken. Die Nähe der Kamera lässt die Kraft und echte Güte dieses so besonderen Menschen hautnah spüren. Die Stimmen des Urwalds, ein heraufziehender Tropensturm – Schweitzers Afrika wird auf der Leinwand wieder lebendig.

Erika Anderson reiste damals mit unzähligen Filmrollen zurück in die USA. Gemeinsam mit Filmproduzent Jerome Hill schuf sie daraus in sechsjähriger Arbeit den Film ALBERT SCHWEITZER. Schweitzer selbst erlaubte nicht, dass in diesem Film die Ehrungen – mit denen ihn die Welt dankbar überschüttet hatte – erwähnt wurden. Auch die Teilnahme an der Filmpremiere war ihm eher unangenehm. Viel zu bescheiden war der schlichte große Mann geblieben, der trotz aller Berühmtheit immer 3. Klasse reiste. Der Film entwickelte sich zum Publikumsmagnet, der schließlich 1957 einen Oscar als bester Dokumentarfilm erhielt.

DVD jetzt bestellen

Regie und Produktion
 
Jerome Hill und Erika Anderson
Kamera
 
Erika Anderson
Drehbuch
 
Albert Schweitzer
 
 
Thomas Bruce Morgan
Musik
 
Alec Wilder
Dirigent des Orchesters
 
Léon Barzin
Ton
 
C. Robert Fine
Schnitt
 
Luke Bennett
 
Text geschrieben
und gesprochen von
 
 
Albert Schweitzer
Weitere Mitwirkende:
 
 
Albert Schweitzer als Knabe
 
 
dargestellt von seinem Enkel
Philip Eckert
Albert Schweitzers Mutter
 
dargestellt von seiner Schwester Adele Woytt
DVD-LÄNGE: 106 Min.
EXTRAS:
  • »Aus dem Urwaldhospital von Dr. Albert Schweitzer in Lambarene« – Film von Lilian Russell (1935)
  • »Die Restaurierung des Films« (2013)
BILDPAL: Farbe, 4:3
TON: Dolby
SPRACHE: Deutsch
UNTERTITEL: Englisch, Französisch
 
© 1957 Jerome Hill, Erika Anderson
© 2013 AISL – Internationale Albert Schweitzer Vereinigung
 

Ein Traum wird wahr: Oscar-prämierter Film ALBERT SCHWEITZER von 1957 restauriert!

Seit vielen Jahren hatte ich einen Traum: den Dokumentarfilm aus dem Jahre 1957 von Erika Anderson und Jerome Hill restaurieren zu lassen, um ihn auch einem jungen Publikum zugänglich zu machen. Dieser Film ist historisch wertvoll und gleichsam das Vermächtnis von Albert Schweitzer. Er hat den Text geschrieben und ihn auch gleich selber gesprochen. So ist es uns möglich, mit seiner eigenen Stimme etwas über seine Ethik der «Ehrfurcht vor dem Leben» zu hören. Mein Traum ist nach über sieben Jahren nun in Erfüllung gegangen!

> Weiterlesen

Sein Leben

Albert Schweitzer erzählt sein Leben in einfachen, eindringlichen Worten und spricht zu seiner Philosophie der „Ehrfurcht vor dem Leben“.

> Weiterlesen

Sein Vermächtnis - Seine Botschaft

Der Film ALBERT SCHWEITZER ist sein Vermächtnis. Die Nähe der Kamera lässt die Kraft und echte Güte dieses so besonderen Menschen hautnah spüren. Seine Original-Stimme spricht zu uns, sein gelebtes Beispiel der "Ehrfurcht vor dem Leben" in Schweitzers Lambarene wird auf der Leinwand wieder lebendig.

> Weiterlesen

Sein Lambarene - Sein Beispiel

ALBERT SCHWEITZERs Botschaft macht Mut, Mut zum Engagement. Albert Schweitzer will uns motivieren, unser eigenes Lambarene zu finden. Jede/r sucht sein eigenes Lambarene, um Menschlichkeit überall lebendig werden zu lassen.

> Weiterlesen

Sein Lambarene - 1930er Jahre

Aus dem Urwaldspital von Dr. Albert Schweitzer in Lambarene (1935) ist als EXTRA auf der DVD ALBERT SCHWEITZER. Damit werden erstmals die Filmaufnahmen der Schottin Lilian Russel veröffentlicht, die einen frühen Einblick in das Leben und Arbeiten in Lambarene geben.

> Weiterlesen

Erika Anderson - Die Kamerafrau

Wem verdanken wir den Film ALBERT SCHWEITZER? Erika Anderson reiste mehrfach nach Lambarene, überzeugte Albert Schweitzer vom Medium Film, und drehte mit ihrer 16-mm-Filmkamera diesen Dokumentarfilm über Albert Schweitzer. Neben dem Film ALBERT SCHWEITZER existieren unzählige Stunden von Filmmaterial, das Erika Anderson in Lambarene aufgenommen hat. Ohne diese Frau wäre die Stimme aus dem Urwald niemals auf die Leinwand gekommen.

> Weiterlesen

Tante Canada: Erste Filmaufnahmen aus dem Lambarene der 1930er Jahre

Die ersten bekannten und frühesten Film-Aufnahmen aus Lambarene stammen - nach bisheriger Kenntnis - von der Schottin Lilian Russel und wurden in der ersten Hälfte der 1930er Jahre aufgenommen. Das Filmmaterial befand sich in sehr schlechtem Zustand und wurde mit großem Aufwand unter Anwendung moderner Digitaltechniken im Auftrag der AISL (Internationale Albert Schweitzer Vereinigung) restauriert. Sie geben einen direkten Einblick in das Lambarene dieser Zeit, wofür wir Lilian Russel sehr dankbar sind.

> Weiterlesen